Eine rote Hand für den Frieden

Schülerinnen und Schüler der Sibilla-Egen-Schule setzen Statement gegen die Rekrutierung von Kindersoldaten
Rote Hände und Schüler

Große rot-weiß bedruckte Tücher und Laken umhüllen den Lichthof der Sibilla-Egen-Schule. Darauf zu sehen sind mehr als 225 kleine und große, kräftige und zarte, feste und feine rote Handabdrücke. Jeder einzelne steht für den Protest gegen Kindersoldatenmissbrauch in dieser Welt. Ihre Forderung: Bildung statt Gewalt! Kindheit für alle Kinder!

Zum wiederholten Mal machten sich Jugendliche unter der Leitung von Katja Aurich im Rahmen des internationalen Red Hand Day dafür stark, über die zwangsweise Rekrutierung von Kindern als Soldaten aufzuklären und ihre Mitschüler zum friedlichen Protest aufzurufen. „Das Thema liegt mir besonders am Herzen“, erklärt Katja Aurich. „Mit unseren Forderungen möchten wir ein Zeichen dafür setzen, dass Kinder und Jugendliche – so wie wir – behütet und in Frieden aufwachsen und sich entwickeln können.“

Ausstellungstafeln

Mit viel Engagement informierten in diesem Jahr die Jugendlichen der EG11 über das Leben in Kriegszonen: In zahlreichen Krisen- und Konfliktgebieten werden Kinder zwischen 7 und 18 Jahren von bewaffneten Gruppen, aber auch von regulären Regierungsarmeen zwangseingezogen. Kinder in Afrika, in Afghanistan, im Irak. Dass ihre Probleme nicht mehr weit weg sind, sondern auch im Haller Schulalltag immer spürbarer werden, wurde an diesem Tag besonders offenkundig: Viele der Mitschüler, die aus Kriegsgebieten geflüchtet sind und seit 2015 an der Sibilla-Egen-Schule unterrichtet werden, standen nun selbst mit ihrem Händeabdruck für Kinderfrieden ein. Was zum Schutz der Kinder vor Ort alles getan wird, zeigten die Jugendlichen in einer eindrücklichen Dokumentation der Organisation „terre des hommes“. Diese fördert in 37 Ländern dieser Welt Projekte für Kinder in Not. Um die Arbeit der Organisation zu unterstützen, starteten die Schüler einen erfolgreichen Spendenaufruf.

„Wir wollen aufklären, aber auch aktiv handeln“, so eine Schülerin der EG11. Deshalb traten die Jugendlichen mit ihren Forderungen an die Europaabgeordnete Frau Dr. Inge Gräßle heran. Im Europäischen Parlament in Straßburg übergaben sie ihre roten Handabdrücke und legten zudem ein Schreiben mit ihren wichtigsten Forderungen vor. Dazu zählen die medizinische und psychologische Betreuung Betroffener sowie die Bestrafung der Verantwortlichen.



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