Mit einem Stickset von Berlin nach Barcelona

NFTE-Bundesevent: Schülerin des BTG ist drittbeste NFTE-Schülerin Deutschlands
Die neun Teilnehmer am Bundesevent

Hannah Menzel, Schülerin des Biotechnologischen Gymnasiums der Sibilla-Egen-Schule, wurde mit ihrer Geschäftsidee „Elysian“ im NFTE-Wettbewerb gegen neun andere Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland Drittplatzierte.

Die Idee und die erste Aktion

Im Schuljahr 18/19 entwickelte Hannah Menzel die Idee, ein Stickset, das aus einem Baumwollshirt mit vorgezeichnetem Muster und den passenden Stickgarnen besteht. „Ich sticke gerne und fand es schade, dass man zwar T-Shirts und Stickutensilien kaufen kann, aber nicht beides zusammen“, erzählte die Gewinnerin. „Die Nachhaltigkeit ist mir sehr wichtig, so dass ich kein Plastik einsetze. Für z. B. die Verpackung, die Garnkarte, den Nadelhalter nutze ich nur Papier, Pappe oder andere recycelbare Materialien. Eine Homepage ermöglicht es dem Kunden sich sein passendes Set zusammenzustellen. Das Stickset ist auch für diejenigen, die noch nie gestickt haben, geeignet, denn es ist auch eine Anleitung dabei. Jeder kann damit kreativ werden“. 

Wie leicht es geht, konnte unter Hannahs Anleitung am Messestand selbst ausprobiert werden. Aktuell denkt Hannah daran, die Produktpalette zu erweitern, indem der Kunde sein persönliches Wunschmotiv als Stickbild gestaltet bekommt. So entsteht ein hochwertiges Produkt, das ganz auf das persönliche Bedürfnis abgestimmt werden kann. Hannah bezeichnet „elysian“ mit dessen Philosophie (traditionelles Sticken, Nachhaltigkeit und faire Mode) als ihr kleines Herzensprojekt und ist neugierig, was die Zukunft bezüglich ihres Unternehmens bringt.

Die Idee entstand im Unterricht im Rahmen eines NFTE-Kurses im vergangenen Schuljahr an der Sibilla-Egen-Schule. Im NFTE-Kurs entdecken die Schülerinnen und Schüler ihre Talente und Fähigkeiten, gewinnen Selbstvertrauen, entwickeln Unternehmergeist und verstehen wirtschaftliche Zusammenhänge besser, indem sie eine eigene Geschäftsidee entwickeln. Ein besonderer Fokus wird bei NFTE Deutschland auf Aspekte Nachhaltigkeit und soziales Engagement gelegt, so dass die Schülerinnen und Schüler von Anfang an soziale und ökonomische Gesichtspunkte im wirtschaftlichen Kontext zusammendenken. Hannah war überrascht, dass NFTE Gemeinschaft schafft, so dass aus Konkurrenten Freunde werden. Dies war auch zwischen den Schülerinnen und Schülern beim Bundesevent spürbar. Zusammenfassend meinte Hannah, dass der NFTE-Kurs zeitintensiv und anstrengend war. Das positive Feedback von Interessenten, Juroren und Kunden dies jedoch allemal ausgleichen würde. 

Beim Bundeswettbewerb

Nach dem Gewinn des NFTE-Landesevents in Emmendingen war der Weg für Hannah frei für den NFTE-Bundesevent in Berlin. Insgesamt zehn Schülerinnen und Schüler, die im Laufe des Schuljahres 18/19 an NFTE-Kursen an verschiedenen Schulen in ganz Deutschland teilgenommen hatten und Sieger ihres Bundeslandes geworden waren, präsentierten ihre Geschäftsidee während des NFTE-Bundesevents am 19. Oktober 2019 auf dem Entrepreneurship Summit in Berlin im traditionsreichen Henry-Ford-Bau der Freien Universität in Dahlem. Sie präsentierten neben ihren Geschäftsideen auch Businesspläne und Prototypen sowohl vor einer Wirtschaftsjury als auch den Besuchern des Entrepreneurship Summits. Die hochkarätig besetzte Jury, bestehend aus Philipp Albrecht (IHK Potsam), Carolyn Braun (Chapter One Media UG), Patrik Meinhard (BVMW – Bundeszentrale), Marion Lemgau (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) und Jasmin Weber (Berliner Volksbank), bewerteten neben Marktfähigkeit der Geschäftsidee auch das Auftreten der jungen Entrepreneure. Guido Neumann, Geschäftsführer von NFTE-Deutschland und zertifizierter Gründungsberater, meinte bei der Preisübergabe „Zum Glück muss ich nicht die Gewinner auswählen. Jeder Teilnehmer hat gewonnen. Ich sehe hier nur Sieger!“ und ergänzte: „Durch das Projekt überlegen die Schülerinnen und Schüler, was sie gut können und wie sie etwas umsetzen. Die Ideen kamen von ihnen selbst und darauf können sie stolz sein. Es sind wieder herausragende Ideen dabei.“

Und es geht weiter!

Die Erstplatzierten (1.-3. Platz des Bundesevents) werden gemeinsam mit dem NFTE-Lehrer des Jahres im November 2019 nach Barcelona reisen, um dort am YouthStart – European Entrepreneurship Award, teilnehmen. Dort treffen sie auf andere Jungunternehmer aus dem europäischen YouthStart Network, dem europäischen Netzwerk von NFTE. Als besondere Herausforderung wartet dort auf die Schülerinnen und Schüler, dass der Wettbewerb auf Englisch abläuft.

Wir drücken Hannah die Daumen und sind gespannt, welche Erfahrungen sie in Barcelona auf dem YouthStart – European Entrepreneurship Award machen wird.

Rückblick:

Der Wettbewerb in der Sibilla-Egen-Schule

Der Landeswettbewerb in Emmendingen







Preisübergabe

Bei der Preisübergabe

Die drei Gewinner

Die drei Preisträger v.l.): Lena Arendt (15) aus Berlin konnte die Jury am meisten überzeugen. Sie gewann mit ihrer Geschäftsidee „Urnensäckchen“ den ersten Platz und darf sich nun NFTE-Schülerin des Jahres 2019 nennen. Auf den zweiten Platz kam der jüngste Teilnehmer in diesem Jahr: Leo Callens (13). Der Schüler aus Bayern nahm mit seiner Idee „Scripix“ am Bundesevent teil. Und ganz rechts Hannah Menzel.



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Stand: 2019-11-11
Text und Bilder: Elke Biró und NFTE Deutschland
Letzter Bearbeiter: GiJ
Datei: schule/2019-20/19-10-18_nfte_bund/nfte_bund.html